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So isolieren Sie Ihre Fassade energetisch wertvoll

Die Erneuerung Ihrer Fassade steht an? Wir bieten Ihnen einen Überblick über die Möglichkeiten der energetischen Fassadensanierung – mit allen Vor- und Nachteilen. Gemeinsam mit der Handwerker:innenplattform Buildigo haben wir für Sie die wichtigsten Fragen rund um die Fassadenisolation beantwortet.

09.06.202211min11min

How to insulate your façade for energy efficiency

Machen Sie den ersten Schritt und nutzen Sie unseren kostenlosen Modernisierungsplaner. Damit erfahren Sie mit wenigen Klicks, in welchem Zustand Ihre Immobilie ist, wo Einsparungen durch Sanierungen gemacht werden können – und wie Sie diese am cleversten planen.

Wieso sollten Sie Ihre Fassade isolieren?

Die Fassadensanierung mit zusätzlicher Wärmedämmung senkt den Wärmeverlust um bis zu 75 %. Wer zusätzlich alte Fenster ersetzt oder saniert und das Dach isoliert, spart mit der energetischen Fassadenisolation bis zu 40 % der Heizwärme.

Wann sollten Sie Ihre Fassade sanieren?

Spätestens wenn die Aussenhülle Ihres Gebäudes erneuert werden muss, sollten Sie die Möglichkeiten einer energetischen Fassadensanierung in Betracht ziehen. Zudem lohnt sich eine moderne Fassadenerneuerung, wenn sich Ihr Gebäude gemäss GEAK in der Energieklasse E oder tiefer befindet.

Wie sanieren Sie Ihre Fassade energetisch wertvoll?

Bei der energetischen Fassadenerneuerung wird eine Dämmschicht von 15 bis 25 cm am Mauerwerk angebracht. Darauf wird die neue Fassade montiert. Sie können die Architektur Ihrer Liegenschaft beibehalten oder diese sichtbar verändern – die energetische Fassadensanierung bietet Ihnen dank moderner Architektur viele gestalterische Möglichkeiten.

Welche Sanierungsmöglichkeiten haben Sie?

Bei der energetischen Isolation stehen Ihnen folgende zwei Fassadentypen zur freien Auswahl:

Möglichkeit 1: Hinterlüftete Fassade

Mit einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade verändern Sie die Aussenarchitektur Ihres Hauses. Auf die Isolation mit Dämmplatten wird eine Tragkonstruktion montiert. Diese vorgehängte Konstruktion hält die Fassadenverkleidung und sorgt für genügend Abstand zum Dämmmaterial. In diesem Hinterlüftungsraum zirkuliert Luft. So kann kontinuierlich Feuchtigkeit aus dem Mauerwerk, respektive aus dem Haus, entweichen. Bei der Verkleidung der vorgehängten Fassadendämmung haben Sie die Wahl zwischen folgenden Materialien: Holz, Stein, Metall, Keramik, Kunststoff und Faserzement.

Vorteile der hinterlüfteten Fassade:

  • Aussenarchitektur ist vielseitig veränderbar

  • Grosse Auswahl an Verkleidungsmaterialien

  • Kein Schimmel am Mauerwerk dank Hinterlüftung

  • Grosse Flächen sind schnell und robust abgedeckt

  • Schäden an der Fassade sind leicht reparierbar

  • Längere Lebensdauer als Kompaktfassaden

Nachteile der hinterlüfteten Fassade:

  • Höherer Investitionspreis als Kompaktfassaden

  • Aufwändige Montage

  • Verbreiterung der Fassade

Möglichkeit 2: Kompaktfassaden

In der Schweiz geniesst die Kompaktfassade – auch als verputzte Aussenwärmedämmung bekannt – grosse Beliebtheit. Sie erhält die originale Aussenarchitektur Ihres Hauses. Die Isolation mit Dämmmatten wird direkt auf das Mauerwerk montiert. Darauf wird der Fassadenverputz aufgetragen. Dieser schützt die Wärmedämmung vor Witterung und mechanischer Belastung. Der Verputz prägt das Erscheinungsbild Ihres Hauses. Sie haben die Wahl zwischen glatt oder fein sowie mit oder ohne Struktur. Zudem ist der Verputz in unterschiedliche Farben erhältlich – finden Sie die passende Variante mit der Malerfachperson Ihres Vertrauens.

Vorteile der Kompaktfassade:

  • Erhält die Aussenarchitektur

  • Breite Auswahl an Verputzmaterialien

  • Schäden am Verputz sind leicht reparierbar

  • Einfache Montage

  • Keine erhebliche Verbreiterung der Fassade

  • Tieferer Investitionspreis als hinterlüftete Fassaden

Nachteile der Kompaktfassade:

  • Kürzere Lebensdauer als hinterlüftete Fassaden

  • Benötigen in der Regel mehr Unterhalt

  • Sind mechanisch weniger widerstandfähig

  • Eingeschränkter Einfluss auf Schimmelbildung am Mauerwerk

Aus welchen Materialien besteht die Isolation?

Die Fassadenisolation besteht aus einem Dämmstoff mit schlechter Wärmeleitung. Damit Wärme schlecht weitergleitet wird, wird im Dämmstoff Luft eingeschlossen. Vliesartige oder aufgeschäumte Stoffe mit unzähligen kleinen Lufteinschlüssen eignen sich somit für Isolierungszwecke ideal. Zur Eindämmung von Hausfassaden werden häufig expandiertes Polystyrol (Styropor oder EPS) oder Mineralwolle (Stein- oder Glaswolle) verwendet. Die Vor- und Nachteile von expandiertem Polystyrol sowie Mineralwolle im Überblick:

Vorteile von expandiertem Polystyrol:

  • Unkomplizierte Montage (Ankleben)

  • Sehr leicht

  • Günstigere energetische Sanierung als mit Mineralwolle

Nachteile von expandiertem Polystyrol:

  • Hitzeempfindlich

  • Kann mit der Zeit schrumpfen

Vorteile der Mineralwolle:

  • Wirkt brandhemmend

  • Formstabil

  • Langlebig

Nachteil der Mineralwolle:

  • Teurere energetische Sanierung als mit expandiertem Polystyrol

Erhalten Sie für die energetische Fassadensanierung Fördergelder?

Bund und Kantone fördern die energetische Fassadenerneuerung mit dem Gebäudeprogramm. Auch regionale Förderprogramme berücksichtigen die Fassadensanierung. Pro Quadratmeter Wärmedämmung ist meist ein Fixbetrag festgelegt. Beantragen Sie Fördergelder unbedingt vor Baubeginn. GEAK-Expert:innen stehen Ihnen hierbei fachkompetent zur Seite.

Jetzt sind Sie gefragt

Welche Unsicherheiten rund um Ihre Fassade beschäftigen Sie? Reichen Sie uns Ihre Fragen ein. Gern beantworten unsere Expert:innen all Ihre Anfragen rund um’s Thema energetische Fassadensanierung.

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